Skyrim

Skyrim

Dank Amazons Cybermonday bin ich zu einem vergünstigten Spieleerlebnis gekommen, wie ich es schon lange nicht mehr hatte. Endlich gibt es wieder ein Computerspiel, an das ich mich so gerne erinnern werde, wie an ein gutes, packendes Buch.

Bisher haben das nicht allzuviele Spiele geschafft. ‘Deus Ex’ gehört vor allem dazu, ‘Operation Flashpoint’ und dann die direkten Vorgänger meines derzeitigen Lieblingsspieles : Morrowind und Oblivion. Nun ist es also das aktuelle Spiel aus Bethesdas ‘The Elder Scrolls’-Reihe – ‘Skyrim’ -, das mich glücklich macht.

Besondere Freude an PC-Spielen bereitet mir ein gelungenes Gleichgewicht dreier Komponenten: eine spannende Geschichte, ein glaubhafter, nachvollziehbarer Kosmos, in dem sie spielt und ein fairer Wettkampf zwischen Mensch und Maschine, Spieler und Spielgerät. Ich würde diese drei Komponenten narratio, simulatio und contest (einen ‘echten’ lateinischen Begriff finde ich dafür nicht) nennen. Für das Genre der Rollenspiele ist dieses Begriffstrio wohl am wichtigsten, und von Rollenspielen versteht das Spieleentwicklerteam von Bethesda weltweit wohl mit am meisten.

Schon seit einigen Jahren mischt Bethesda die Computerspieleszene auf, nicht nur mit ihrer ‘The Elder Scrolls’-Reihe, sondern zum Beispiel auch mit ihrer Interpretation der Fall Out-Serie, wie sie sie in Fall Out 3 und den dazugehörigen Erweiterungen vorgelegt haben. Verantwortlich für diesen Erfolg ist möglicherweise die konsequent verfolgte Spiel-Philosophie, die von Bethesda mit jedem weiteren Spiel, das das Team vorlegt, noch gekonnter umgesetzt wird. Zu dieser Spielphilosophie gehört die nachdrückliche Betonung auf die simulatio (Bethesdas riesige Spielwelten sind für den Avatar des Spielers frei begehbar und auch in ihrer möglichen Interagierbarkeit in sich schlüssig) und auf erzählerische Dichte, also die narratio, die vor allem von einer eigenen, sämtliche Spiele der Reihe umfassenden Mythologie herrührt, die in jedem weiteren Sequel konsequent neu interpretiert wird und die einen schlüssigen und damit glaubhaften Unterbau für alle Stories, Neben-Stories und Neben-Neben-Stories (den sogennnten ‘Quests’, weil sie eben nicht nur Geschichten erzählen, sondern immer alle drei Komponenten beinhalten und deshalb Geschichten erlebbar machen) liefert.

Was die dritte Kategorie angeht, contest, muss sich Betheda von den bisherigen Spielern die meiste Kritik anhören, der Wettkampf zwischen Mensch und Maschine könnte nach Meinung vieler ausgeklügelter und schöner in Szene gesetzt sein. Für einen Spielertypen wie mich jedoch, dem es vor allem um eine gute Geschichte und um intelligenten Eskapismus geht, ist bei diesem Spiel so ziemlich alles gut. Und wo es das nicht ist, verschmerze ich das locker.

Wer mehr über das Spiel wissen möchte, mag ‘Skyrim’ googlen. Da dürfte dann kaum eine Frage offen bleiben.

2 Kommentare

  1. mrblue

    inzwischen giebt es deus es 3!

  2. Stimmt, aber ich kann nicht glauben, dass es so gut ist, wie der erste Teil. Vielleicht probiere ich es irgendwann aus.

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